e Mobil im Leben (eMiL)
"Langstreckenfahrten kann man nicht mit Elektro" haben sie gesagt. Schaun mer mal! #Polarkreis
Für elektrische Lkw wird die Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen jetzt deutlich ausgebaut.
Der Bund beginnt mit dem Aufbau eines Schnellladenetzes: An zunächst 124 unbewirtschafteten Rastanlagen sollen 836 Ladepunkte entstehen, 447 davon nach dem neuen Megawatt-Ladestandard MCS.
Besonders interessant: Neben spontanem und vertragsbasiertem Laden soll auch „Durchleitung“ möglich sein. Speditionen können damit ihren eigenen Stromvertrag nutzen. Das soll Wettbewerb ermöglichen und überhöhten Ladepreisen entgegenwirken.
Das gesamte geplante Netz umfasst 351 Standorte entlang der Autobahnen.
#Elektromobilität #Logistik #Ladeinfrastruktur #Verkehrswende
Die Antriebswende auf der Straße kommt gerade von einer Seite, über die erstaunlich wenig geredet wird: vom Lkw, von denen bereits 14.000 auf deutschen Straßen fahren.
93 Prozent der vom Öko-Institut befragten Unternehmen finden ihre neuen Elektro-Lkw besser als die alten Diesellaster. Der Anteil an den Neuzulassungen ist mit 2,3 Prozent noch klein, hat sich in Europa binnen eines Jahres aber fast verdoppelt. Und in Deutschland sind E-Lkw dank niedrigerer Betriebskosten und Mautbefreiung schon heute günstiger als Diesel.
Das Problem für die europäischen Hersteller: Chinesische Anbieter sind teilweise noch deutlich günstiger und drängen massiv auf den Markt. Gleichzeitig fehlt es weiterhin an leistungsfähigen Ladepunkten für den Fernverkehr. (taz.de)
Die Frage ist also offenbar nicht mehr, ob der Schwerlastverkehr elektrisch wird. Sondern wer die Fahrzeuge baut und ob die Infrastruktur rechtzeitig mitkommt.
Wer elektrisch unterwegs ist, kennt das Spiel: undurchsichtige Tarife, App-Zwang, Kartenchaos und Preise, die sich erst nach einem kleinen Studium erschließen.
Dagegen gibt es am Samstag, 12. September, eine Demo in Berlin.
Der Elektroauto-Korso startet um 13 Uhr in Blankenfelde-Mahlow und fährt über rund 35 Kilometer nach Berlin, mit Zwischenstopp bei der baden-württembergischen Landesvertretung und anschließender Kundgebung nahe der Siegessäule.
Öffentliches Laden muss so selbstverständlich funktionieren wie Tanken: Preis vorher klar, Bezahlung einfach, ohne Kundenkonto, App-Zwang oder Tariflotterie.
Infos und Route:
https://breaking-elektro-news.de/12-sep-demo/
#Elektromobilität #Ladeinfrastruktur #Ladewucher #Digitalzwang #Berlin
Chinesische E-Autos setzen die deutsche Autoindustrie weiter unter Druck: Der Geely E2 kommt noch im September für **19.990 Euro** nach Deutschland. Solide verarbeitet, geräumig, fünf Sterne im Euro-NCAP-Test und acht Jahre Garantie.
Der Haken: Das Basismodell schafft nur 252 km, die stärkere Version 345 km. Dazu höchstens 80 kW Schnellladen und bislang ein dünnes Händlernetz.
Bemerkenswert ist vor allem der Preis: Selbst die stärkere Variante für 23.990 Euro bleibt unter vielen europäischen Konkurrenten.
E-Autos wachsen, Verbrenner verlieren.
Im August wurden in Deutschland knapp 69.000 reine Elektroautos neu zugelassen, 75,1 % mehr als vor einem Jahr. Damit war fast jeder dritte Neuwagen rein elektrisch: 32,4 %.
Die gesamten Pkw-Neuzulassungen stiegen dagegen nur um 2,6 %. Das Wachstum findet also vor allem beim Elektroantrieb statt. Laut KBA kam der Zuwachs bei E-Autos ausschließlich von Privatpersonen. Dazu dürften die neue Förderung, höhere Spritpreise und mehr günstigere Modelle beitragen.
Hybride kommen zwar weiterhin auf 39,8 %. Doch gerade Plug-in-Hybride bleiben klimapolitisch zweifelhaft: Laut ICCT liegen ihre realen CO₂-Emissionen im Schnitt inzwischen bis zum 4,6-Fachen der offiziellen Werte.
Der Trend ist jedenfalls ziemlich eindeutig: Der Verbrenner verliert Marktanteile, das reine E-Auto gewinnt.
„Wie unnötig Ladetarifwirrwar ist merkt man mit dem E-Auto in Frankreich. Dort stellt etwa der Betreiber Engie Vianeo an der Autobahn große Preispylone auf, wie man sie von Tankstellen gewohnt ist: ein Preis für schnelles Gleichstromladen, einer für Wechselstrom, dazu die Angabe der jeweiligen Ladeleistung, schon ist man im Bilde. Und egal, ob man die Engie-App verwendet oder einfach mit Bankkarte abrechnet: Man zahlt genau diesen Preis.“
Zitiert nach Matthias Kaufmann
Direkt vor dem Polizeirevier sind zwei öffentliche Ladepunkte installiert worden. Ratet ;)
E-Lkw können mehr als Waren ziehen: Im Projekt SPIRIT-E hat ein MAN eTGX bidirektionales Laden demonstriert und mit bis zu 325 kW Strom zurück ins Netz geschoben. Powerbank auf Rädern, nur größer. Sinnvoll im Regionalverkehr mit Standzeiten: Depot stützen, PV-Strom nutzen, Lastspitzen kappen. Dieselromantik bekommt Ladehemmung.
Wo wir doch gerade in Finnland waren (Vorsicht, Videolink geht zu Twitter/X): https://x.com/sch79258/status/2094940866699796674/video/1





